Fast jede Webseite, die Alex und ich in den letzten Jahren realisiert haben, ist an ein Redaktionssystem angeschlossen. Viele unserer Kunden sorgen sich um die Bedienbarkeit der Systeme – das häufigste Problem ist aber ein ganz anderes:
Die Frage lautet nicht:
»Kann ich das System technisch pflegen?«
sondern
»Wie bereite ich Online-Inhalte mediengerecht auf?«
Was nützen die besten Texte, wenn sie für´s Web zu lang sind?
Was nützen die informativsten Inhalte, wenn sie nicht gefunden werden?
Hier also sechs nützliche Tips für Online-Publisher
1. Texte
Schreiben Sie Ihre Texte nicht zu lang. Fassen Sie sich kurz, fügen Sie Absätze ein, um den Text lockerer zu gliedern und nutzen Sie eine einfache Sprache.
Am Bildschirm ist das Lesen von Texten wesentlich anstrengender. Die Nutzer neigen deshalb dazu, Texte zu überfliegen und nach Schlagworten zu durchsuchen. Heben Sie deshalb wichtige Schlagworte hervor (zum Beispiel fett oder Marker). Das Stilmittel der Hervorhebung sollten Sie hierbei möglichst sparsam einsetzen, weil sonst die Texte nicht mehr durchsuchbar sind.
Weiteres:
Vermeiden Sie Listen, die nur einen Punkt enthalten
2. Links
Versuchen Sie, Verknüpfungen sinngerecht zu benennen. Aus den in Punkt 1 beschriebenen Gründen ist es daher auch sinnvoll, Schlagworte zu verlinken. Zu lang sollten Links allerdings auch nicht sein.
Schlecht:
Wenn Sie mehr zum Seminar erfahren wolllen, klicken Sie hier.
Gut:
Erfahren Sie mehr zum Seminar.
3. E-Mails
Das Internet ist schnell. Nutzer schätzen eine schnelle Reaktion auf jegliche Art von Anfragen. Ob es sich um Lob, Kritik, Hinweise auf Fehler oder aber um Anfragen bezüglich Ihres Angebots handelt: Sie sollten innerhalb von 2 Tagen antworten.
Gerade Kritik seitens Ihrer Nutzer ist für die Verbesserung Ihres Angebots sehr wertvoll und alles andere als selbstverständlich. Gehen Sie davon aus, daß die meisten Nutzer, die etwas an Ihrer Website auszusetzen haben, kein E-Mail schreiben. Geben Sie gerade diesen Kritikern zu verstehen, daß Sie ihre Anmerkungen zu schätzen wissen.
4. Verantwortlichkeiten
Bestimmen Sie nach Möglichkeit einen Verantwortlichen in Sachen Internet, der regelmäßig E-Mails beantwortet, Newsletter versendet und Inhalte schreibt und einpflegt.
Es ist sehr wichtig, daß Neuigkeiten mindestens genauso zeitig auf Ihrer Website einfließen, wie sie in anderen Medien veröffentlicht werden. Das Internet erhebt den Anspruch größtmöglicher Aktualität. Auch die Besucher Ihrer Webseite erwarten dies, denn Aktualität macht nicht zuletzt den Mehrwert aus. Ist die Information nicht aktuell, verlieren sie das Vertrauen in die Webseite
5. Technische Probleme
Öffnen Sie möglichst täglich Ihre Website*, um technische Probleme rechtzeitig zu erkennen. Im allgemeinen werden Sie von Ihrem Provider benachrichtigt, wenn es flächendeckende Probleme gibt und meist sind diese innerhalb von 24 Stunden aus der Welt geschafft.
Weniger auffällig sind Ausfälle einzelner Webseiten oder Bereiche innerhalb dieser. Daher kann es sein, daß im schlechtesten Fall unnötig viel Zeit vergeht, in der Ihre Seite nicht online ist.
Tip: richten Sie Ihre eigene Website als Startseite im Internetbrowser ein. Dann lädt diese automatisch bei jedem Programmstart.
6. Medien
Verwenden Sie multimediale Elemente nur, wenn Sie einen Mehrwert für den Nutzer darstellen. Nichts ist ärgerlicher für Ihre Besucher als das minutenlange Warten auf einen sinnlose Mediadatei. Ob es sich dabei um einen Film, eine Audio-Datei oder eine aufwändige Startanimation in Flash handelt: prüfen Sie, ob der Kontext stimmt und ob die Multimedia-Einlage diesen unterstützt.
Verwendung von Bildern:
Schreiben Sie nicht über Äpfel und zeigen Birnen. Wählen Sie aussagekräftige Bilder, die den Inhalt unterstützen oder gar erklären.
Geschrieben von Stefan at 20:14
| Comments (3)
| TrackBack
Mein Gedächtnis ist vergleichbar mit einem Rüttelsieb - wichtige Ereignisse fallen durch das grobmaschige Netz, unwichtige bleiben ab und zu hängen. Grund genug für mich, einen Kalender zu führen.
Das Ding konserviert alles, was aus unerfindlichen Gründen keine Einreiseerlaubnis in mein Langzeitgedächtnis erhält.
Was den Vorteil hat, daß man am Ende des Jahres ziemlich genau sehen kann, was man so getrieben hat.
Und ein Blick in mein iCal zeigt mir, daß ich gegen Ende verdammt umtriebig war. Ein ganzes Jahr ist vergangen, bis ich mein altes Pensum wieder erreicht habe. Von 0 auf 100 in 12 Monaten wirkt auf den ersten Blick nicht besonders performant - alles eine Frage der Perspektive. Vor allem, wenn man feststellt, wie erschreckend kurz der Bremsweg von 100 auf 0 sein kann.
Von heute auf morgen wurden die Karten neu gemischt und ich hab ein passables Blatt erwischt. Ein Glücksgriff - unwahrscheinlich, daß es sich noch wesentlich verbessert im Laufe dieser Partie.
Mit Full House auf der Hand kann man sich schonmal zurücklehnen - vielleicht hat jemand bessere Karten, aber verlieren werde ich diese Runde wahrscheinlich nicht.
Eine angenehme Gelassenheit stellt sich ein... du schaust in die Runde und versuchst, nicht übermütig zu werden...
Geschrieben von Stefan at 22:05
| Comments (2)
| TrackBack