Freitag, 10. Juni 2005

Geschrieben von Stefan | Kommentar schreiben

Reboot - Lektion 1

Soeben hat das reboot Meetup in Kopenhagen begonnen - ein Event, auf den ich sehr gespannt war und bin, nicht zuletzt weil ich endlich Kopenhagen zu Gesicht bekomme. Klasse!

Und während ich versuche, dem sehr schnell sprechenden aber verdammt lustigen Doc Searls zuzuhören, mache ich mir ernsthafte Sorgen um mein iBook - das "worse case" Szenario ist (ohne Übertreibung) eingetreten.

1. Die HTML-Dateien, an denen ich gestern noch in der Kongelige Bibliotek gearbeitet habe, sind babylonisch verschlüsselt mit irgendwelchen HEX Codes. Kein Babelfisch in Sicht, also werde ich die Seite von neuem beginnen müssen. Definitiv kein zweites mal in Kopenhagen (meine knappe Zeit hier ist mir zu wertvoll, um sie mit Arbeit zu verschwenden, die ich am nächsten Tag nicht mehr öffnen kann).

2. Mein iChat-Account mag nicht aktiv werden (auch nicht der, den ich alternativ dazu eingerichtet habe)

3. Mein OS X Schlüsselbund ist komplett im Eimer. Das heißt: nach jedem reboot fange ich quasi mit einem nackten System an (keine gesicherten Passwörter, tausendfache Eingabe des Benutzerpassworts, usw.)

4. Und das bei weitem Schlimmste: Alle meine Fotos von København sind über den Jordan (oder den Øresund...wie man´s sieht).


Seltsame Sache das... der einzig verlässliche und vertrauenswürdige Platz, meine Daten zu lagern ist das Internet - wer hätte das gedacht. Eigentlich hat vieles von dem, was Jason Fried und viele andere propagieren damit zu tun, daß die Dinge sich in Sachen Software langsam vom Desktop in Richtung Internet verschieben. Insofern beginnt das Meetup für mich mit einer sogar themenbezogenen Lektion (eigentlich war mir der Denkansatz auch schon vorher bekannt - eine weniger schmerzhafte Lektion als der Ausfall meines iBooks hätte es auch getan :)

Genug gejammert - Reboot geht weiter und ich setze auf Jason Fried, der über die Arbeit in kleinen Teams spricht. Als eines der kleinstmöglichen Teams hoffe ich auf die ein oder andere Erleuchtung.

Mittwoch, 6. April 2005

Geschrieben von Stefan | Kommentar schreiben

Einbahnstraße ins Schlaraffenland

Wenn ein Unternehmen sein Sortiment verdoppelt und gleichzeitig als Resultat weniger Umsatz macht, schwant auch jedem Nicht-Kaufmann, daß irgendetwas schiefläuft. Die Kunden freuen sich, sind aber nur auf kurze Sicht die Gewinner.

Vor diesem Dilemma stehen momentan die Medienhäuser der Welt, die groß wurden mit Gedrucktem und nun schrumpfen weil sie ihre "Ware" im Internet gratis anbieten und kein Bezahlmodell in Sicht ist, das von einer breiten Kundenschicht akzeptiert wird.

Der SPIEGEL-Artikel "Zum Sterben zu viel, zum Leben zu wenig?" handelt vom Problem der Medienhäuser, daß die Umsätze mit ihrem eigentliches Produkt (gedruckte Magazine zum Beispiel) schrumpfen, während die immer höher frequentierten, meist kostenlosen Online-Angebote diesen Schwund nicht auffangen können. Die allseits unbeliebte und keinesfalls einträgliche Lösung lautet Online-Werbung.

Aber warum ist meine Akzeptanz von Online-Werbung so gering und zu welchen Bedingungen bin ich bereit, für Online-Inhalte zu bezahlen, damit es mein Lieblingsmagazin auch in zwei Jahren noch online gibt?

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Mittwoch, 2. Februar 2005

Geschrieben von Stefan | Kommentar schreiben

T-Labs(us)

Auf dem Internationalen Presse-Kolloquium der Deutschen Telekom hat Kai-Uwe Ricke neben dem von ihm selbst verfassten Lob über sich selbst "Innovationen für eine neue Zeit" verkündet.

Dazu zählt die Einrichtung von "T-Labs" in Berlin, wo eine Armada von T-Laboranten, abgeschottet von der Außenwelt über der Aufgabe brütet, Veränderungen herbeizuführen (die andere wahrscheinlich bis dann bereits realisiert haben).

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